Als erster Hersteller präsentiert Honda ein Rennmotorrad für die Moto3-Klasse, die 2012 im GP-Sport die 125er-Kategorie ablöst. Die NSF250R wird von einem neu entwickelten 250er-Viertakt-Einzylindermotor
angetrieben, der 48,2 PS bei 13.000 Touren leistet. Das
Aluminium-Chassis ist mit Upside-Down-Gabel, stabiler Hinterradschwinge
sowie Scheibenbremsen bestückt. Die weiße NSF250R soll ab Dezember
ausgeliefert werden und kostet voraussichtlich 20.000 Euro (zzgl.
MwSt.).
Der neue Production Racer, der in der HRC-Rennabteilung (Honda Racing Corporation) in Kleinserie gefertigt wird, läutet eine neue Ära ein.
Denn die Ablösung der Achtelliterklasse im GP-Sport bedeutet auch den
Abschied der RS125R, von der seit 1988 weltweit 15.000 Exemplare den Weg
in Rennfahrerhand fanden. Stolze 164 Grand Prix-Siege, neun
Fahrer-WM-Titel und elf Konstrukteurs-WM-Titel sowie unzählige nationale
Siege und Meistertitel wurden damit von Privatfahrern errungen.
Der letzte deutsche Rennfahrer, der auf einer Honda RS125R Weltmeister
wurde, war 1993
Dirk Raudies. Auch Stefan Bradl, der zurzeit die
Moto2-Weltmeisterschaft auf einer 600 Kubikzentimeter starken
Kalex-Honda anführt, begann seine Karriere einst als 13-jähriger auf
einer Honda RS125R – im deutschen Red Bull Rookies Cup im Jahre 2003.
Mit der neuen
NSF250R will Honda jungen Talenten und ambitionierten
Rennfahrern einen zeitgemäß modernen, leicht fahrbaren,
konkurrenzfähigen und zuverlässigen Production Racer für die untere
Hubraumklasse anbieten, mit der man eine Sportkarriere erfolgreich in
Angriff nehmen kann.
(Quelle:Auto-Reporter.NET/sr)